Meine ersten Erfahrungen mit dem SunEnergyXT 500 PRO

SunEnergyXT 500 PRO Kopfeinheit mit 5 kWh integriertem Speicher, bidirektionalem Wechselrichter mit 4 MPPTs

Auf der Suche nach einer Batteriespeicherlösung, die flexibel erweiterbar ist, den Energieverbrauch unseres 4 Personen Haushalts stemmt und beim Laden der E-Autos unterstützt, bin ich auf den SunEnergyXT 500 PRO gestoßen und war sofort begeistert. Wenn ihr wissen wollt, warum das so ist, wie meine Erfahrungen nach den ersten drei Wochen sind und wie mein Setup aufgebaut ist, lest einfach weiter.

Unser bisheriges Setup

Wir nutzen eine Dach-PV Anlage mit 20 Solarpanels mit jeweils 445 Watt maximaler Leistung also maximal 8,9 kWp und einem Wechselrichter von Huawei. Einen Batteriespeicher von Huawei direkt besitzen wir nicht.
Zur damaligen Zeit, war das hauptsächlich ein Preisthema und da ich vor der Dachanlage bereits mit einem Balkonkraftwerk mit Speicher angefangen hatte, war ich sicher dass sich hier auch eine anderweitige Nachrüstlösung findet. Passend zur Anlage ist im Carport eine Huawei Wallbox verbaut mit der ich PV Überschuss laden kann. Die Steuerung der Huawei Anlage übernimmt das HEMS System „Huawei Emma“, das im Schaltkasten sitzt und unter anderem den Stromverbrauch und die Einspeisung erfasst
Als Homeassistant Nutzer mit dem Ziel alle meine Geräte smart in einer Oberfläche zu steuern; ist die Solaranlage über eine Verbindung mit „Emma“ auch dort eingebunden und alle relevanten Informationen zur Solarproduktion können visualisiert werden.
Zusätzlich haben wir noch acht Solarpanels auf unserem Carport mit einer Gesamtkapazität von maximal 3,2 kWp, was der Beginn unserer Solar Reise war. Zunächst als Balkonkraftwerk, dann kleine Solaranlage und später kam Dach-PV dazu. Wie ihr wahrscheinlich wisst: Einmal mit „akuter Solaritis“ angesteckt hilft nur kontinuierliches Erweitern. Mehr Panels, mehr Speicher, um möglichst viel Energie selbst zu erzeugen und zu nutzen 😉 Bei der AC Speicherlösung für unsere PV Anlage habe ich mich im Zuge einer Speicherweiterung und Erweiterung der nutzbaren Ein- und Ausgangsleistung für den SunEnergyXT 500 PRO entschieden.

Die SunEnergyXT 500 Serie

Dieses System ist nach dem BK215+ das neueste Modell von SunEnergyXT und bietet bereits 5kWh Speicher in der Kopfeinheit. Pro Kopf können zusätzlich bis zu fünf Erweiterungsbatterien mit jeweils 5 kWh genutzt werden, so dass der daraus entstehende Turm insgesamt 30 kWh Speicher nutzen kann.

Dabei kann der Kopf sowohl als AC Batteriespeicher, wie in meinem Fall als Ergänzung einer bestehenden Solaranlage genutzt werden, als auch direkt über den integriertem Wechselrichter mit Solarpanels verbunden werden. Dazu stehen 4 MPPTs á 625 Watt zur Verfügung. Jeder Kopf der PRO Serie hat eine maximale Ein- und Ausgangsleistung von 2400 Watt.

Anschlüsse für Solarpanel am SunEnergyXT500 PRO

Wer übrigens die 500er Serie als Balkonkraftwerksystem nutzen will, kann statt des 500 PRO den normalen 500 nehmen. Bei diesem System ist die gesetzeskonforme Ausgangsleistung von maximal 800 Watt gewährleistet. Beide Systeme verfügen über eine 2400 Watt Insel/Backup Betrieb Steckdose. Wenn ihr das 500er Modell ohne PRO dann später doch als eine größere PV Anlage nutzen wollt, könnt ihr das Gerät über eine Gebühr bei SunEnergyXT freischalten lassen, wenn die Elektroinstallation von einer Elektrofachkraft geprüft wurde. Also auch hier maximale Flexibilität und Investitionsschutz. Bei Detailfragen hierzu wendet euch am besten direkt an den SunEnergyXT Support. Eine detaillierte Gegenüberstellung der beiden Modelle findet ihr ziemlich mittig auf der SunEnergyXT Produktseite der 500er Serie

Den Support habe ich in den ersten Tagen meines Setups übrigens auch in Anspruch genommen und war beeindruckt wie schnell man eine kompetente Antwort bekommt, beziehungsweise verbindliche Informationen, dass man sich eines Themas annimmt, wenn keine sofortige Lösung möglich war.

Mein Setup

SunEnergyXT 500 PRO
Drei Köpfe SunEnergyXT 500 PRO

Damit aber noch nicht genug Erweiterbarkeit. In meinem Fall werkeln im Keller nun drei SunEnergyXT 500 PRO Köpfe und sind mit einem speziellen Anschlusskabel des Herstellers mit einer vom Elektriker installierten CEE Dose verbunden.

Dadurch können die drei Köpfe als eine Einheit betrieben werden. Für die Verbindung und Stapelung mehrerer Köpfe übereinander gibt es ein spezielles Verbindungselement als Zubehör. Auf dem Foto unten seht ihr, wie ich gerade gemäß Anleitung das Metallverbindungselement mit dem jeweils oberen der beiden Köpfe im Stapel verschraube um ihn dann auf dem jeweils unteren Kopf aufzusetzen.

Verbindungselement für zwei SunEnergyXT 500 Köpfe

Der Modus in dem das Ganze dann betrieben wird nennt sich „Smarte Multibereichsstrategie“.
So erhält man eine maximale Ein- und Ausgangsleistung von 7200 Watt für die AC Ladung und die Abgabe ins Hausnetz. Damit ist in meinem Fall sichergestellt, dass ich bei durchschnittlicher Nutzung unserer Haushaltsgeräte und Ladung der E-Autos keine bis sehr wenig Energie verschenke und auch genug Leistung habe, um alle genutzten Großverbraucher mit Strom zu versorgen ohne Strom vom Netz beziehen zu müssen.
Das fängt in der Frühe an, wenn die diversen Haarstyling Produkte der Familie aktiv sind, bis zur beispielsweise parallelen Nutzung von Thermomix, Waschmaschine, Ofen und Laden eines E-Autos. Von den sonstigen Router/WLAN Access Points, Lichtern, smarten Steckdosen, Kühlschrank und sonstigen Netzteilen ganz zu schweigen.
Bisher waren zwei mal Föhn in der Frühe immer der Endgegner und die wurden mit dem SunEnergyXT 500 Pro nun definitiv besiegt – genug Batteriekapazität vorausgesetzt.

Einrichtung, Multibereichsstrategie & AC Kopplung

Die Einrichtung war denkbar einfach:

Schritt 1:

App installiert. Konto registriert und in der App angemeldet.

Schritt 2:

Im ersten Bereich verknüpft ihr ein kompatibles Smartmeter, in meinem Fall ein Shelly PRO 3EM.
Kleiner Tipp am Rande: Da ich den Shelly bereits zuvor genutzt habe, konnte ich ihn zunächst nicht direkt in der App hinzufügen. Nachdem ich dann in der Shelly App den internen WLAN Access Point nochmals kurzzeitig aktiviert habe, ging es sofort problemlos.

Kompatibel sind alternativ zum Zeitpunkt der Artikelerstellung der Shelly 3EM, der Shelly Pro EM-50, bitshake und Ecotracker.

Schritt 3:

Um alle drei Geräte in der Multibereichsstrategie nutzen zu können, muss jeder Kopf in einem eigenen Bereich untergebracht werden. In meinem Fall heißen diese Keller1,2 und 3.

Über die Option „Bereiche verwalten“ die ihr in der App links oben bei den drei Strichen findet, könnt ihr die weiteren Bereiche anlegen. Für die Ersteinrichtung des Speichers wird Bluetooth über das Smartphone genutzt, anschließend wird der Speicher eurem WLAN hinzugefügt.
Wichtig für den Betrieb ist eine stabile WLAN Verbindung. Stellt daher sicher dass ihr ausreichenden Empfang am Aufstellort habt. Das Smartmeter muss nur in einem Bereich installiert sein.

Schritt 4:

Im Anschluss daran könnt ihr der App in den Bereich Strategie wechseln. Dort wurde mir gleich die von mir gewünschte Kombination aus smarter Multibereichsstrategie und AC Kopplung empfohlen. Bei der Erstellung der smarten Multibereichsstrategie darauf achten, dass ihr alle eure Bereiche, in denen ihr einen Speicher platziert habt, auswählt.

Im nächsten Schritt könnt ihr dann noch den maximalen und minimalen Batterieladestand für alle Bereiche festlegen. Tipp: Solltet ihr in mehreren Schritten eure Köpfe erweitern, lohnt sich ein Blick auf den Wert, der für die maximale Ausgangsleistung gesetzt ist. In meinem Fall habe ich mit 2 Köpfen angefangen und den dritten später hinzugefügt. Ich hatte zwar den dritten Bereich nach der Installation des Gerätes in der Multibereichsstrategie nachträglich hinzugefügt, musste aber die Ausgangsleistung manuell auf 7200 Watt setzen, da diese nicht automatisch angepasst wurde.

Maximale Ausgangsleistung SunEnergyXT500 Multibereichsstrategie

Vielen Dank hier an den Support. Super schnelle Hilfe.

Schritt 5:

Als letztes konfiguriert ihr die AC Kopplung, falls ihr, wie ich, eure Systeme per Überschuss laden wollt. Auch hier wählt ihr die Bereiche aus, und stellt pro Speicher die maximale Ladekapazität ein. Ich nehme an, die Einrichtung in Verbindung mit dem direkten Anschluss von Solarpanels verläuft genauso einfach, kann über dieses Szenario aber aktuell keinen Erfahrungsbericht abgeben.

Und schon kann es losgehen…

Ich bin derzeit am überlegen mein Carport Setup mit den acht Panels noch mit einem SunEnergyXT System auszustatten, so dass ich auch Erfahrungen mit dem integrierten Wechselrichter und Solarpanels sammeln kann. Im Hinterkopf ist bei mir derzeit noch ein Szenario mit einer zweiten Wallbox oder zumindest einem einfachen klassischen „Ladeziegel“ damit unsere zwei E-Autos auch gleichzeitig laden können.

E-Auto laden

In Kombination mit dem SunEnergyXT 500 Pro macht das Laden unserer E-Autos richtig Spaß. Aktuell habe ich die maximale Leistung der Wallbox auf 7,5 kW gestellt. Auf diese Weise muss ich bei den derzeitigen sonnigen Tagen nicht ständig zwischen PV Überschussladen und normalen Laden wechseln. Einfach anstecken und soviel wie möglich Überschuss nutzen und den Rest bis zu 7,2 kW Leistung liefert meine SunEnergyXT 500 PRO Anlage.

Bislang war das nämlich manches mal ziemlich nervig gewesen mit der Umschalterei. Wenn du reines Überschussladen aktivierst und dann nicht dran denkst den Schalter in der Huawei App wieder zu deaktivieren und du dann bei bei Regenwetter oder Dunkelheit das Auto lädst passiert halt gar nichts. So klappt das perfekt. Falls ihr euch fragt warum 7,5 kW und nicht 7.2 kW – in der Praxis scheint sich die Wallbox etwas unterhalb des Max Wertes einzupendeln daher der leicht höhere Wert.

Fazit und Ausblick

Nach den ersten drei Wochen Nutzung bin ich mich dem System sehr zufrieden und beziehe definitiv weniger Energie aus dem Netz, da ich unser Haus bis zu einem Energiebedarf von 7200 Watt direkt aus den Batterien versorgen kann. Außerdem verschenke ich weniger, da ich auch mit bis zu 7200 Watt Strom per AC laden kann.

Kapazitativ benötige ich tatsächlich noch Speicher, da an Tagen, an denen kein E-Auto geladen wird und mehrere sonnige Tage aufeinander treffen die 15kWh Batterien der drei Köpfe in Summe sehr schnell voll sind, weil die gespeicherte Energie im Haus gar nicht verbraucht wurde. An besonders guten Solartagen ist das selbst dann der Fall, wenn die Batterien alle bis auf 10 Prozent entladen wurden. An solchen Tagen verschenke ich noch immer 10 bis 20 kWh, die ich gerne für die Autoladung speichern würde. Da wären zwei zusätzliche Batterien für das jetzige Setup, bzw. die Umrüstung des Carports mit SunEnergyXT Speichern absolut sinnvoll, weil jedes Watt zählt ;-).

Was mir sehr gut gefällt, ist die schnelle Reaktion auf sich ändernde Strombedürfnisse im Haus, wie das Einschalten eines Föhns oder Thermomix.

Ich finde ich übrigens, dass die Geräte einen optisch sehr guten und wertigen Eindruck machen. Dass liegt natürlich im Auge des Betrachters und bleibt jedem selbst überlassen. Was jetzt noch bei mir auf dem Programm steht, ist die Einbindung des Systems in Homeassistant. Wie schon oben geschrieben ein Muss für mich. Auch das war eines der Kriterien für meine Entscheidung für SunEnergyXT. Hier setzt man konsequent auf die Integration mit Homeassistant um neben der Cloud und App auch eine lokale Steuerungsmöglichkeit der Systeme anzubieten. Neben der Integration des Herstellers gibt es auch von der Community getriebene Integrationen.

Apropos Community. Ich finde es schön, dass es eine aktive Facebook Community von SunEnergyXT gibt, in der ein freundlicher Umgang gepflegt wird und man sich auch unter den Nutzern schnell hilft. Ebenfalls wichtig war mir, dass der 500 PRO lange aktiv gepflegt wird. Hier hat mir gefallen, dass SunEnergyXT nicht dutzende unterschiedliche Modelle herausbringt, sondern sich auch der Pflege und Aktualisierung der vorhandenen Systeme verschrieben hat. So gibt es aktuell drei Speichersysteme, den BK215, welcher das erste System war, den verbesserten Nachfolger BK215+ und nun die neue 500er Serie. Wenn man einen Blick auf die vorherigen Serien wirft, so wird der BK215+ noch immer unterstützt und vertrieben und hat ebenfalls weiter seine Daseinsberechtigung. Auch auf der Intersolar 2026 wurde dieses Gerät neben der neuen Serie noch immer am Stand im Vollausbau neben der neuen Serie gezeigt.


Neben den Speichern selbst gibt es auch noch einiges ergänzendes Zubehör unter anderem demnächst eine neue Wallbox, die ebenfalls auf der Intersolar gezeigt wurde. Siehe oben. Cool finde ich übrigens auch den SunEnergyXT Solardrive Carport. Der sieht meines Erachtens nicht nur richtig futuristisch aus, sondern lädt auch noch euer E-Auto. Den seht ihr im Bild vom BK 215+ rechts oben. Weitere Infos zum Carport findet ihr hier

Zusammengefasst ist der SunenergyXT 500 Pro eine super flexible Lösung bei der man mit 5kWh starten und jeden Turm auf bis zu 30 kWh flexibel aufrüsten kann. Falls es tatsächlich mal zu einem Stromausfall kommt oder ihr eine Inselbetrieb plant hilft euch die Backupsteckdose und mit der Möglichkeit mehrere Türme zu kombinieren ist auch bei 30 kWh noch lange nicht Schluss.

…wo bring ich jetzt nur noch mehr Panels unter….?

Und wie ihr auf dem Foto von der 500er Serie oben seht, sind wir mit der oben von mir beschriebenen Ausbaufähigkeit noch immer nicht am Ende, so dass mit der auf der Intersolar vorgestellten Powerbox (siehe Foto der 500er Serie) , die zum Zeitpunkt des Artikels noch nicht verfügbar ist ein Ausbau bis zu 270 kWh möglich ist, indem bis zu Drei mal drei Speichertürme auf alle drei Phasen im Haus verteilt werden können. Damit kommt ihr dann auf eine maximale Leistung des Systems von bis zu 21,6 kW, womit sich dann E-Autos und Wärmepumpen super versorgen lassen. Im Hinblick auf unsere zwei E-Autos definitiv einen Blick wert, sobald verfügbar. Was ich mir speziell für die smarte Multibereichsstrategie noch wünschen würde, wäre dass man die gesamte aktuelle Aus- Eingangsleistung über alle drei Geräte direkt in der Übersicht sieht ohne zwischen den Bereichen springen zu müssen.

Ich werde euch über meine Solarreise weiter auf dem Laufenden halten und freue mich wie immer über Kommentare. Fragen natürlich auch jederzeit gerne.

Ein paar Videos des Systems findet ihr unter

Chris (@zweifachpapa.de) • Instagram-Fotos und -Videos

Euer Zweifachpapa Chris

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