Manche Orte auf Madeira sehen aus, als hätte jemand beim Insel-Design versehentlich den Drama-Regler ganz nach oben geschoben. Der Miradouro São Cristóvão gehört definitiv dazu. Steile Klippen, tiefblauer Atlantik, grüne Hänge, dunkle Felsen im Wasser und Wellen, die unten gegen die Küste schlagen. Kurz gesagt: ein Aussichtspunkt, bei dem man erst mal stehen bleibt und einfach nur „wow“ denkt.

Wir sind von unserem Airbnb in Paul do Mar mit dem Auto losgefahren und haben ungefähr eine Stunde gebraucht. Schon die Fahrt war typisch Madeira: Kurven, Höhenmeter, Aussichten und immer wieder dieser Moment, in dem man sich fragt, wie eine Insel auf so wenig Platz so viel Landschaft unterbringen kann.
Der Miradouro São Cristóvão liegt an der Nordküste Madeiras in der Gegend von Boaventura. Von hier schaut man auf genau diese wilde Seite der Insel, für die Madeira so berühmt ist: grüne Terrassen, steile Berghänge, schroffe Felsen und der Atlantik, der scheinbar endlos bis zum Horizont reicht.
Warum sich der Miradouro São Cristóvão lohnt

Der Miradouro São Cristóvão ist kein Aussichtspunkt, an dem man nur schnell aussteigt, ein Foto macht und weiterfährt. Natürlich kann man genau das tun. Aber eigentlich wäre es schade. Die Aussicht ist unglaublich schön. Vor einem liegt der Atlantik, unter einem die raue Küste, auf der Seite steigen die Felswände steil nach oben. Besonders spannend ist, dass der Blick nicht nur weit ist, sondern richtig viel Tiefe hat.
- Spektakulärer Meerblick auf die Nordküste Madeiras
- Fotospot mit Wow-Effekt, besonders bei wechselndem Licht
- Restaurant direkt am Aussichtspunkt
- Kleine Bar für Getränke am Morgen
- Perfekt für einen Roadtrip-Stopp mit Frühstückspause und Aussicht
Frühstück mit Aussicht: Cappuccino, heiße Schokolade und Orangensaft
Wir waren früh dran. Das Restaurant selbst hatte bei unserem Besuch erst ab mittags geöffnet, aber das war überhaupt kein Problem. Direkt vor Ort gab es eine kleine Bar, an der man gemütlich etwas trinken konnte. Cappuccino, heiße Schokolade oder Orangensaft mit Blick auf den Atlantik? Ja, bitte.
Es gibt definitiv schlechtere Orte für den ersten Kaffee des Tages. Man sitzt dort, schaut auf den Atlantik, hört vielleicht ein bisschen Wind, sieht die Wolken über der Küste hängen und fragt sich, warum man eigentlich nicht jeden Morgen so frühstückt.
Die eigentliche Chefin des Aussichtspunkts: die Katze

Und dann war da noch die Katze. Man könnte natürlich sagen, sie lebt dort. Aber realistischer ist: Der Miradouro São Cristóvão gehört ihr. Die Menschen dürfen nur kommen, schauen, Kaffee trinken und sie kraulen.
Sie lief herum, als wäre der Aussichtspunkt ihr ganz persönliches Königreich. Besucher? Personal. Stühle? Ihre Möbel. Terrasse? Ihr Revier. Meerblick? Selbstverständlich inklusive.
Das Beste: Sie wusste ganz genau, wie sie es machen muss. Ein bisschen herumlaufen, kurz stehen bleiben, freundlich zulassen, dass man sie streichelt, dann weiter zur nächsten Person. Sehr professionell. Sehr Madeira. Sehr sympathisch.
Restaurante São Cristóvão: Essen mit Aussicht
Direkt beim Aussichtspunkt liegt das Restaurante São Cristóvão. Das Restaurant ist vor allem deshalb interessant, weil man hier nicht einfach nur essen geht. Man isst mit Aussicht. Und auf Madeira ist das immer ein gutes Argument.
Gerade nach einer Fahrt über die Insel oder nach einem Stopp an der Nordküste ist das Restaurant eine schöne Möglichkeit, länger zu bleiben. Statt nur kurz ein Foto zu machen, kann man den Ort richtig genießen. Die Lage macht den Unterschied: Man sitzt oberhalb der Küste, schaut auf Klippen und Atlantik und bekommt dabei das Gefühl, dass Madeira hier besonders wild und ursprünglich wirkt.
Tipp: Öffnungszeiten vor dem Besuch noch einmal prüfen. Bei unserem Besuch war das Restaurant erst ab mittags geöffnet, aber die kleine Bar war bereits am Vormittag eine gute Alternative.
Warum der Miradouro São Cristóvão so beliebt ist
Der Miradouro São Cristóvão ist beliebt, weil er mehrere Dinge kombiniert, die Madeira so besonders machen: dramatische Nordküste, einfacher Zugang mit dem Auto, Restaurant und Bar direkt vor Ort, viele Fotomotive und eine Atmosphäre, die sich sofort nach Urlaub anfühlt.
Die Nordküste Madeiras wirkt rauer und wilder als viele Orte im Süden. Hier dominieren hohe Klippen, grüne Hänge und dunkle Felsen im Atlantik. Gleichzeitig muss man keine lange Wanderung machen, um diese Aussicht zu sehen. Man kommt mit dem Auto gut hin und kann den Besuch bequem in einen Madeira-Roadtrip einbauen.
Anfahrt von Paul do Mar
Von unserem Airbnb in Paul do Mar haben wir mit dem Auto ungefähr eine Stunde bis zum Miradouro São Cristóvão gebraucht. Die Strecke ist landschaftlich schön, aber wie fast überall auf Madeira sollte man sich auf Kurven, Steigungen und wechselnde Wetterstimmungen einstellen.
Wer in Paul do Mar oder im Südwesten der Insel wohnt, kann den Aussichtspunkt gut mit weiteren Stopps an der Nordküste verbinden. Besonders lohnt sich der Besuch, wenn man ohnehin Richtung São Vicente, Boaventura oder Arco de São Jorge unterwegs ist.
Unser Fazit: Unbedingt anhalten
Der Miradouro São Cristóvão war für uns einer dieser Orte, die man nicht groß planen muss, die aber sofort hängen bleiben. Die Aussicht ist gewaltig, die Lage wunderschön und die Atmosphäre entspannt.
Auch wenn das Restaurant bei unserem Besuch erst später öffnete, war die kleine Bar am Morgen perfekt für eine entspannte Pause mit Cappuccino, heißer Schokolade oder Orangensaft. Und die Katze? Die hat den Besuch endgültig unvergesslich gemacht.
Wenn ihr auf Madeira unterwegs seid und die Nordküste erkundet, setzt den Miradouro São Cristóvão unbedingt auf eure Liste. Kommt nicht nur für ein Foto. Bleibt für einen Kaffee, schaut aufs Meer und wartet ab, ob die eigentliche Besitzerin des Aussichtspunkts euch auch kurz begrüßt.
Euer Zweifachpapa Chris
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